Die Vorbereitung für den Firmenverkauf

Es ist soweit: Sie haben sich dazu entschieden Ihr Unternehmen zu verkaufen und an einen passenden Nachfolger abzugeben. Aber wo sollen Sie starten und welche Vorkehrungen müssen Sie für den erfolgreichen Firmenverkauf treffen?

Die richtige Vorbereitung ist die halbe Miete für die gelungene Unternehmensabgabe. In diesem Leitfaden werden Ihnen die wichtigsten Punkte vorgestellt, die Sie für die gelungene Vorbereitung beim Firmenverkauf beachten sollten.

 

Planen Sie ausreichend Zeit ein

Der Verkauf einer Firma kann ein anstrengender und langwieriger Prozess sein. Nicht nur das Auffinden eines geeigneten Nachfolgers nimmt viel Zeit in Anspruch, sondern auch die Einarbeitung der neuen Führungsperson.

Die gesamte Dauer der Nachfolgeregelung ist abhängig von der Struktur, der Größe und Komplexität Ihres Unternehmens. In den meisten Fällen können Sie mit einem Zeitraum von 6 – 18 Monaten rechnen bis zur erfolgreichen Firmenübergabe.

 

Eigene Ziele klar formulieren

Bevor Sie sich in den Verkaufsprozess stürzen, sollten Sie sich Klarheit über Ihre eigenen Bedürfnisse und Wunschvorstellungen verschaffen. Die Abgabe des Unternehmens ist ein emotional anspruchsvolles Thema und Sie sollten sich mental auf den Firmenverkauf richtig vorbereiten.

Ermitteln Sie Ihre genaue Erwartungshaltung für den Firmenabtritt und berücksichtigen Sie dabei alle relevanten Aspekte. Dazu gehört Ihre finanzielle Wunschvorstellung beim Verkauf, die genaue Definierung eines optimalen Nachfolgers und auch die Vision Ihres Lebens nachdem Firmenabtritt.

Haben Sie bereits ein klares Bild im Kopf für den optimalen Firmenverkauf, gestaltet sich der restliche Prozess deutlich einfacher. So wird es Ihnen später leichter fallen wichtige Entscheidungen zu treffen.

 

Aktuelle Geschäftszahlen zusammenstellen

Ein potentieller Käufer will die aktuellen Geschäftszahlen Ihres Unternehmens genau kennen, bevor er sich für eine Firmenübernahme entscheidet. Stellen Sie die wichtigsten Kennzahlen für den Käufer in einer übersichtlichen Form zusammen, damit Sie ihm alle relevanten Informationen zur Firma einfach präsentieren können.

Durch einen umfangreichen und aktuellen Geschäftsbericht werden Sie das Vertrauen des Käufers gewinnen und den ganzen Verkaufsprozess erleichtern.

 

Alle notwendigen Unterlagen organisieren

Der Firmenverkauf ist ein komplexer Prozess, bei dem viele unterschiedliche Dokumente benötigt werden. Beim Start Ihres Verkaufsprojekts sollten Sie zuvor alle diese notwendigen Unterlagen zusammentragen, damit Sie diese jederzeit parat haben. So können Sie Kaufinteressenten einen hervorragenden Einblick in Ihr Unternehmen gewährleisten und für Transparenz sorgen.

Zu den wichtigsten Unterlagen gehören:

  • Bilanz – und Erfolgsrechnung der vergangenen 5 Jahre
  • Steuererklärung des Unternehmens
  • Mehrwertsteuererklärung
  • Kopie des Mietvertrags
  • Arbeitsverträge
  • Übersicht zur Kundenstruktur
  • Übersicht zu Lieferantenverträgen
  • Übersicht zum Wareninventar
  • Auflistung aller Anlagevermögenswerte
  • Auflistung Darlehen und Kredite
  • Auflistung der Schuldner
  • Auflistung der Lagerbestände in sortierten Kategorien
  • Auflistung bestehender rechtlicher Streitigkeiten
  • Auflistung externer Berater

 

Einen passenden Berater finden

Ein erfahrener und geschulter Berater erleichtert Ihnen den Verkaufsprozess ungemein und hilft Ihnen bei der Verwirklichung Ihrer Wunschvorstellungen. Er begleitet Sie eng bei Ihrem Vorhaben und wird Sie dabei unterstützen einen geeigneten Nachfolger zu finden für den bestmöglichen Verkaufspreis.

Für die Auswahl eines geeigneten Beraters sollten Sie folgende Aspekte berücksichtigen:

Erfahrung

Vergewissern Sie sich darüber, dass Ihr Berater über ausreichend Erfahrungswerte für die Nachfolgeregelung verfügt. Fragen Sie nach, wann der Nachfolgeberater seinen letzten Firmenverkauf geregelt hat und welche Erfolgsgeschichten er vorzuweisen hat. Sie sollten sich einen Experten aussuchen, der sich ausschließlich auf die Nachfolgeregelung spezialisiert hat.

Holen Sie sich Referenzen vom Berater ein und sprechen Sie gegebenenfalls mit ehemaligen Kunden über die Erfahrung mit seiner Dienstleistung.

Persönliche Sympathie

Der Verkauf der Firma ist ein sensibles Thema und Sie sollten sich in den richtigen Händen bei Ihrem Berater fühlen. Im Laufe des Verkaufsprozess werden Sie über persönliche Themen sprechen und werden sich gegenüber dem Berater öffnen. Daher sollten Sie sich vergewissern, dass Sie sich bei Ihrem Ansprechpartner wohl fühlen und ihm vertrauen können.

Angemessenes Honorar

Die Bezahlung eines Beraters kann entweder auf einem festgelegten Stundensatz basieren oder erfolgsabhängig sein. Außerdem gibt es die Möglichkeit basierend auf Meilensteinen eine Vergütung festzulegen.

Je höher der Anteil der Erfolgskomponente für den Verkauf, desto effizienter arbeitet der Berater in der Regel. Im besten Fall vereinbaren Sie deshalb eine Kombination aus einem fixierten Stundenhonorar und einer Vergütung bei dem Erfolg des Projekts.

 

Geschäftsbeziehungen bestätigen in schriftlicher Form

Ein Kaufinteressent möchte sich vergewissern, dass er das Unternehmen in einer stabilen Ausgangslage übernimmt. Sie sollten deshalb Verträge mit Lieferanten und Kunden auf ihre Laufzeit überprüfen und bei auslaufenden Vereinbarungen Neuverhandlungen verlangen. Zur Reduktion des Risikos für den Käufer sollten sie außerdem darauf achten, dass Sie nicht von bestimmten Lieferanten oder Kunden abhängig sind.

Außerdem sollten Sie wichtige Geschäftsbeziehungen in einem schriftlichen Dokument vorweisen können. Wandeln sie dazu mündliche Vereinbarungen mit Partnern in schriftliche Verträge um. Dadurch können Sie Ihre Firma attraktiver präsentieren und ein stärkeres Vertrauen zu Kaufinteressenten aufbauen.

 

 

Einen überzeugenden ersten Eindruck hinterlassen

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie Kaufinteressenten beim 1. persönlichen Treffen von sich und Ihrem Unternehmen überzeugen können. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, die sie anwenden können:

Das Warenlager aufräumen

Gibt es in ihrem Lagerbestand veraltete oder langsam drehende Ware, sollten Sie sich von dieser rechtzeitig trennen. Diese Ware nimmt nicht nur teure Lagerkapazitäten in Anspruch, sondern kann auch zu Problemen bei der Ermittlung des Warenlagerwerts führen.

Sachwerte organisieren

Verkaufen Sie überflüssige Sachanlagen, die für das Unternehmen nicht mehr nützlich sind. Dazu gehören veraltete Maschinen, Fahrzeuge oder Werkzeuge, welche mittlerweile für den Betrieb nicht mehr gebraucht werden.

Räumlichkeiten herausputzen

Ordnung ist das halbe Leben. Wenn ein potentieller Käufer Ihren Betrieb betritt, sollte er sich sofort wohl fühlen und eine klare Struktur im Unternehmen erkennen. Überprüfen Sie Maschinen und Werkzeuge nochmals genau und führen Sie gegebenenfalls notwendige Reparaturen durch. Als zusätzliche Maßnahme können Sie der Lagerhalle einen neuen Anstrich geben, um einen besseren Eindruck zu schinden.

Mitarbeiter organisieren

Überprüfen Sie abgeschlossene Arbeitsverträge mit Ihren Angestellten und vergewissern sie sich, dass wichtige Mitarbeiter auch nach Ihrem Abtritt an das Unternehmen gebunden sind. Außerdem sollten Sie über die Ansprüche Ihrer Mitarbeiter verhandeln, wie beispielsweise Urlaubsgelder oder bestimmte Bonusansprüche.

Den Mietvertrag neuverhandeln

Vergewissern Sie sich, dass die Mietdauer möglichst lang und nicht bald ausläuft. Prüfen Sie deshalb nochmals das Auslaufdatum Ihres aktuellen Mietvertrags und führen Sie gegebenenfalls eine Verlängerung durch.

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